bmwe Brühwiler Markus, Weber Erwin
bmweBrühwiler Markus, Weber Erwin

on Tour 2007

Tour 2007 Dolomiten.

Das Wetter sah nicht gerade freundlich aus, als die Beiden sich motorisiert mit dem Tamdem auf dem Anhänger Richtung Dolomiten aufmachten. Sieben Stunden später waren die Beiden im Zielgebiet.

 

Schon den Weg von Bozen bis nach Vigo di Fassa durch das Val d`Ega wollte Kollege Brühwiler mit dem Roten bewältigen, doch Kollege Weber, der das das Steuer hielt, fuhr den Passo Costalunga ganz cool einfach mit dem Auto hoch. Und er hatte Recht, denn nebst einer brutalen Steigung waren auch zu viele Autos auf dieser Strecke unterwegs. Bei strömenden Regen erreichten die Beiden Vigo di Fassa und hatten Glück mit dem Hotel Andes. Denn nebst Übernachtung konnten Sie auch das Auto mit Anhänger für die nächsten Tage in der Tiefgarage des Hotels lassen. Eigentlich wollten die Beiden vor der morgigen Tour nur ein kurzer Nachttrunk halten, doch die Sportsbar unterhalb des Hotel Andes ließ die Beiden bis weit in die Nacht hinein nicht mehr los.

 

Die Frühstücksbar mundete und da sich die Sonne auch noch zeigte verliessen die Beiden gut gelaunt Vigo di Fassa Richtung Canazai. Das erste Velogefühl von den Pässen der Dolomiten erstrampelten sie sich am Passo Fedaia, der sie bis auf 2057m hinaufführte. Der Rote war super eingestellt von Kollege Weber und so sah man sie um die Mittagszeit schon auf der Passhöhe bim Pizzaessen.

Ein Hoch auf die Dolomiten,  sagten sie sich schon am ersten Tag, denn nebst einer super Landschaft trafen sie überall nette Leute und für das leibliche Wohl gab´s genügend Möglichkeiten. Die Bremsen des Roten waren danach stark beansprucht, denn es ging höllisch bergab. In diesem Augenblick waren die Beiden auch gedanklich in den Dolomiten angekommen, denn eine alte Radlerweisheit besagt: wo´s runter geht, geht´s auch wieder steil bergauf. Kurz vor Caprille, bei der Abzweigung zum Passo Falzarego, nahmen sie Ihre zweite Radlerweisheit in Anspruch: ohne Kaffee und Kuchen geht gar nichts. Und so sah man sie im Restaurant verschwinden, wo bei Latte Machiato und Nusskuchen der zweite Anstieg vorbereitet wurde. 

Der Kuchen brachte sie an diesem Tage noch bis auf 1450m, wo die Beiden nahe Andraz 

übernachteten. Dieser Abend brachte noch ein Novum, denn Kollege Brühwiler wollte für die nächtliche Tour nach Andraz partout nicht den Roten aus dem Weinkeller des Hotels holen, was Kollege Weber beim Fussmarsch mit einigen Witzen quittierte.

Der Weg zum Passo Falzarego auf 2105 m war einfach geil, denn jede Kurve oder „Tornante“ war nummeriert, super ausgebaut und mit Höhenangabe. So wussten die Beiden in jeder Kurve, wie hoch sie der Rote schon getragen hatte.

Es war nicht mal Mittag, als sie die Passhöhe erreichten, denn irgendwie kam von Kollege Weber soviel Schub, dass Kollege Brühwiler vorne schon fast Bremsen musste, denn dieser raketenmässige Schub von Kollege Weber war schon fast phänomenal. Logisch wollte deshalb Kollege Weber nicht nach Cortina d`Ampezzo runter sondern gleich den nächsten Passo bezwingen, den Passo Valparola auf 2192m. Dadurch verpassten die Beiden aber das Country Festival in Cortina, davon sie tage später erfuhren.

 

Eine kleine Geschichte vom Souvenierladen auf dem Passo Falzarego gefällig? Laut lachende Älperfigur, verdutzte, um sich blickende und verlegen werdende Kundin. Das machte natürlich Kollege Brühwiler neugierig. Er sah die Älplerfigur mit gespreizten Beinen, nun wieder beruhigt und verstand... Mit etwas Phantasie versteht auch jeder Leser, welche Neugier der Frau die Welt in diesem Augenblick bewegte. Nach dem Mittagessen auf dem Passo Valparolo brachte die Schussfahrt die Beiden in das Val Badia, wo sie im schönen Corvara im Hotel Garni Karin nächtigten. Diese Adresse ist umso bemerkenswerter, weil die Sauna auf Anfrage der Beiden extra in Betrieb genommen wurde und das Ambiente der Sauna nichts zu wünschen übrig liess. Abends, im schönen Corvara genoss Kollege Brühwiler bei „da Bruno“ eine Gestensuppe erster Güte, eine Gerstensuppe, die eigentlich nur seine eigene Mutter noch einen Tick besser machte.

Herrliche Berglandschaft und strahlender Sonnenschein am nächsten Morgen. Mit viel Power ging es in Richtung Passo Campolongo auf 1875m, wo die Beiden auch den morgendlichen „Revisionshalt“ machten. Die Kurven, sprich „Tornantes“ runter nach Arabba genossen sie bei Sonnenschein und dort musste Kollege Weber wohl was gesehen haben, denn er wollte unbedingt den nächsten Revisionshalt machen. Wie überall auf der Tour war es auch hier eine freundliche Bedienung und die Sonne lud zum Verweilen ein. Frisch gestärkt nahmen die Beiden den Kampf mit dem Passo Pordoi auf, der als letzter Pass der Tour mit 2242m für die beiden Ochsen doch noch eine Herausforderung war. 

Die wunderschönen „Tornantes“ schlängelten sich den Berg hoch und mit viel Kampf genossen die Beiden den Aufstieg. Kurz vor der Passhöhe erblickten sie ein Lokal, das wie geschaffen für das Mittagessen schien. 

So war es auch, den Kollege Weber verdrückte mit wachsender Begeisterung ein riesiges Rindhufsteak. Hätten sie zum „Dessert“ nicht Tischfußball gespielt und danach den unvermeidlichen Grappa zu sich genommen, sie wären im Flug auf der Passhöhe gewesen. So sah ich sie mit müden Oberschenkeln ihren Roten mühsam Richtung Passo drücken, wo sie sich dann dem Mittagsschlaf ergaben. Danach ging es wieder runter nach Canazai und sie erreichten gegen Abend wieder ihr Hotel in Vigo di Fassa. Abends sah ich sie natürlich nochmals in der Sportsbar, wo Kollege Weber um allen Eventualitäten eines „Schlafhungerrastes“ aus dem Weg zu gehen nochmals eine Fleisch-Käseplatte verdrückte.

 

Am anderen Tag auf dem Rückweg machten die Beiden kurz vor der Schweizer Grenze in Glorenza halt. Da merkten sie erst richtig, wie hübsch es doch auch im Südtirol ist und wie gut die Leute zu feiern wissen. Sie beschlossen bei einem Feuerwehrfest, die Tour 2008 geht ins Südtirol. Doch die Dolomiten gingen als phänomenal in die Chronik der Beiden ein.

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© Markus Brühwiler